Weender SPD fordert Nachbesserungen beim Zukunftsvertrag

Freibad durch die Absprache keinesfalls gerettet
Massive Kritik am Verwaltungsentwurf zum EHP äußert der SPD-Ortsverein Weende. An vielen Punkten seien die Kürzungen nicht mit sozialdemokratischen Grundsätzen vereinbar und dringend änderungsbedürftig. „Die Diskussion sollte weiter geführt werden, um zu einem konsensfähigen Ergebnis zu kommen“, so die stellvertretende Vorsitzende Ellen Fischer-Kallmann. Daher fordere der Ortsverein eine Verschiebung des Ratsbeschlusses auf den ursprünglich vorgesehenen Termin im Juni. Vorsorglich haben die Weender GenossInnen einen umfangreichen Änderungskatalog als Antrag zur Delegiertenversammlung des SPD-Stadtverbands am 17. April verabschiedet.
Die für das Weender Freibad vorgeschlagene Lösung stelle für den Ortsverein Weende keine Alternative dar, weil ein dauerhafter Bestand ohne einen Betriebskostenzuschuss nicht gesichert sei. „Diese Mogelpackung der Verwaltung, auf die sich auch CDU und Grüne eingelassen haben, ist für uns so nicht akzektabel“, kritisiert Fischer-Kallmann, zumal die Verwaltung die betroffenen Bürger an diesem Konzept nicht angemessen beteiligt habe. Daher sei die Fortführung der Diskussion mit dem Ziel, das Weender Freibad dauerhaft zu erhalten, dringend geboten. 

 7.3.2012: Demo gegen Freibad-Schließung



2.000 Menschen haben gegen die drohende Schließung des Weender Freibads demonstriert. Einen Film von der Demo gibt es hier. 

 SPD Weende gegen Freibad-Schließung

Im Verwaltungsvorschlag zum sogenannten Zukunftsvertrag taucht auch die Schließung des Weender Freibads auf. Auf der Mitgliederversammlung vom 20. Februar 2012 wurde dazu einstimmig folgender Beschluss gefasst:
Der SPD-Ortsverein Weende lehnt den Vorschlag der Verwaltung, das Freibad Weende zu schließen, mit aller Entschiedenheit ab.
Begründung:
Das Weender Freibad ist mit ca. 22.000 m² Grundstücksfläche das größte und vom Gelände her schönste Freibad in Göttingen. Im Jahr 2010 hatte es von allen Freibädern –bezogen auf die Öffnungstage – wesentlich mehr Besucher als das Groner Freibad und insgesamt den größten Nutzerzuwachs.
Es trägt in besonders großem Maße als Grün-, Sport- und Freizeitfläche in dem mit mehr als 18.000 Einwohnern zweitgrößten Stadtteil Göttingens, den vorhandenen Schulen, Kindergärten, Sportvereinen etc. zur Lebensqualität und Versorgung mit Schwimmsportanlagen und Freizeitflächen in diesem Teil der Stadt Göttingen für seine Bürger bei. Nimmt man das Einzugsgebiet (z.B. Bovenden, Nikolausberg, Deppoldshausen. Hagenberg, Holtenser Berg etc. hinzu, wären weit mehr als 23.000 Menschen von der Schließung betroffen, davon allein in der Altersgruppe bis 30 Jahre, also Kinder, Jugendliche und Studenten ca. 9900 Menschen.
Eine Schließung des Freibades hätte nicht nur Einbußen der Lebensqualität zur Folge, vielmehr erwarten die Bürgerinnen und Bürger sodann auch eine Abnahme der Attraktivität Weendes als Wohngebiet, einhergehend mit einem Wertverlust der bebauten Grundstücke. Zudem ist a zu befürchten, dass eine Schließung des Freibades eine Bebauung zunächst dieses Grundstücks und alsbald danach der gesamten Bezirkssportanlage nach sich zöge.
Zudem kann bereits heute ein großer Teil der Grundschüler auch nach der vierten Klasse nicht schwimmen. Allein durch die Lern- und Sportschwimmhalle im Eiswiesebad kann eine Versorgung der Grundschulen mit ausreichenden Zeiten für den Schwimmunterricht nicht abgedeckt werden.
Eine Schließung des 57 Jahre alten Freibades wäre vor dem Hintergrund der geplanten Neubebauung zur Ansiedlung von Familien mit Kindern auf dem Hutamaaki-Geländes unverständlich.
Der Göttinger Fachdienst für Statistik und Wahlen weist bis zum Jahr 2019 in der Stadt Göttingen einen Bevölkerungszuwachs aus. Daran muss und soll auch der Ortsteil Weende/Deppoldshausen teilhaben, damit soll auch das Freibad Weende dafür sorgen, dass Weende auch in Zukunft für Familien mit Kindern und Studenten - selbstverständlich auch für die über 30jährigen attraktiv bleibt.
Die Weender SPD wird sich daher dafür stark machen, dass das bisher als Familienbad angenommene und erfolgreiche Freibad Weende geöffnet und erhalten werden kann.
Gerade jungen Familien und älteren Menschen ist es nicht zumutbar, zum Teil auch wirtschaftlich nicht möglich, erst in den Süden der Stadt reisen zu müssen – in dem sich zukünftig die Schwimmanlagen konzentrieren sollen.
Eine Schließung des Freibads Weende wäre mithin familienunfreundlich und sozial unverträglich. 

 Rot-Grün im Weender Ortsrat beschlossen

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 Mehmet Tugcu (links) und Hans-Albert Ludolph (rechts)
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Bündnis 90/Die Grünen und die SPD in Weende haben beschlossen, in den kommenden fünf Jahren die Ortsratsarbeit gemeinsam zu gestalten. Angesichts rot-grüner Mehrheiten in Kreistag und Stadtrat biete Rot-Grün auch auf Ortsratsebene die besten Chancen, die Interessen Weendes durchzusetzen, betonten Sprecher beider Parteien. Vorrangig sei dabei vor allem der Erhalt des Weender Freibads. Weitere gemeinsame Vorhaben sind die Sanierung bzw. der Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr, verkehrsberuhigende Maßnahmen sowie die bessere Erreichbarkeit des Gewerbegebiets Lutteranger.
Die Vereinbarung, die von den Fraktionsvorsitzenden Mehmet Tugcu (B90/Grüne) und Hans-Albert Ludolph (SPD) unterschrieben wurde, sieht darüber hinaus vor, dass für die erste Hälfte der Wahlperiode der Ortsbürgermeister von den Grünen, und für die zweite Hälfte von der SPD gestellt wird. Tugcu und Ludolph betonten, dass beide Parteien bestrebt seien, auch die mit drei Sitzen kleinste Ortsratsfraktion der CDU in Entscheidungen einzubeziehen, damit der Ortsrat möglichst einstimmig die Weender Interessen gegenüber Stadtrat und Verwaltung artikulieren kann. 

 SPD nach wie vor stärkste Partei in Weende



Mit knappem Vorsprung vor den Grünen bleiben wir stärkste Partei bei den Ortsratswahlen. Die Linke ist diesmal nicht angetreten, die FDP auf geschichtsträchtige fast drei Prozent geschrumpft.
Für uns im Ortsrat: Hans-Albert Ludolph, Marianne Tönsmann-Rätzke, Franc Pfahl, Ellen Fischer-Kallmann und Rainer Kallmann. 
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Die Weender SPD trauert um Horst Kolle

Mit Horst Kolle verliert die Weender SPD eines ihrer profiliertesten Mitglieder.
Aufgewachsen in Weende war Horst Kolle nach Berufsausbildungen als Maler und Eisenbahner als Zeitsoldat im Rheinland und in Franken tätig, wo er 1970 in die SPD eintrat. Nach einer weiteren Ausbildung war er als Berufsberater beim Arbeitsamt Göttingen tätig und kehrte in seinen Heimatort Weende zurück. Hier engagierte er sich in der Freiwilligen Feuerwehr und in verschiedenen Vereinen. 1978 rückte er in den Weender Ortsrat nach, dem er bis 2006 ununterbrochen angehörte. Von 1986 bis 1996 vertrat Horst Kolle den Ortsteil Weende im Rat der Stadt Göttingen.
Von 1994 bis 2001 war Horst Kolle Ortsbürgermeister von Weende. Besondere Verdienste hat er sich um die Zusammenarbeit in der Ortschaft erworben. Auf seine Initiative wurde die Abschlussveranstaltung der Kultur- und Heimattage neu gestaltet und zu einem Treffpunkt der Weender Vereine und Organisationen gemacht. Ein Jahresempfang wurde neu eingeführt. Auch die Erstellung der inzwischen dreibändigen Ortsgeschichte Weendes wurde von Horst Kolle angeregt und maßgeblich begleitet. Der Umbau des Weender Thiehauses zu einem Gemeinschaftshaus der Ortschaft wäre ohne ihn als „Bauherrn“ kaum möglich gewesen.
Weitere Projekte unter seiner Amtszeit sind die neue Weender Sporthalle, der Bau der neuen B3, der Beginn des Ausbaus der B27 sowie neue Kindergärten und Spielplätze.
Horst Kolle verstarb am 3. September. |
 Herbert Rössig seit 65 Jahren SPD-Mitglied

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 Auf dem Foto v.l.n.r.: Tobias Fritzsche (Jusos), Dagmar Schlapeit-Beck, Herbert Rössig, Wolfgang Meyer, Gabriele Andretta, Horst Reinert
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2009 feierte Herbert Rössig seinen 90. Geburtstag, zwei Jahre später bekam er nun vom Stadtverbandsvorsitzenden Horst Reinert Urkunde und Ehrennadel für seine 65-jährige Mitgliedschaft in der SPD überreicht. Die Respektsbezeugungen der anwesenden Gratulanten für diese lange Parteizugehörigkeit kommentierte Rössig humorvoll: "Mann muss nur alt genug werden."
Der gebürtige Hamburger kann mit Fug und Recht als eines der ältesten Mitglieder im Stadtverband und als wahres Urgestein der SPD bezeichnet werden. Älteren Mitbürgern aus Weende ist Herbert Rössig natürlich nicht unbekannt. Er war von 1959 bis 1964 Gemeindedirektor in Weende. Unter seiner Federführung wurden viele öffentliche Gebäude in Weende errichtet, beispielsweise die Weender Festhalle und die Schule gemeinsam mit der kleinen Sporthalle. Als Anfang der Sechziger die Expansion der Universität von Seiten der Stadt Göttingen auf Weender Gemeindeboden vorangetrieben wurde, vermittelte Herbert Rössig als Brückenbauer zwischen den Interessengruppen. Nach der Eingemeindung von Weende in die Stadt Göttingen wurde er 1964 Sozialdezernent der Stadt. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Pensionierung 1982 inne. In dieser Zeit trug er maßgeblich zur Entwicklung der sozialen Infrastruktur bei. Dazu gehört der Bau zahlreicher Kindergärten, Spielplätze und Sportstätten sowie Alten- und Pflegeheime.
Herbert Rössig trat 1946 in die SPD ein und war damit in seiner Familie Sozialdemokrat in dritter Generation. Er erzählt, dass sein Großvater bereits mit Ferdinand Lassalle im ADAV (Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein) für die Rechte der Arbeiter kämpfte. Aber neben der familiären Tradition waren für ihn die Grundsätze der SPD entscheidend für seinen Eintritt.
Auch mit seinen nunmehr 92 Jahren verfolgt Herbert Rössig das politische Zeitgeschehen und kommentiert die Göttinger Kommunalpolitik. Daher ist sein Rat auch bei den jungen Mitgliedern und den örtlichen Entscheidungsträgern der Partei nach wie vor gefragt. 


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 Neuer Vorstand gewählt

Auf seiner Jahreshauptversammlung hat der SPD-Ortsverein Weende einen neuen Vorstand gewählt. Im Amt bestätigt wurden Horst Reinert als Vorsitzender, Ellen Fischer-Kallmann und Dirk Thielsch als stellvertretende Vorsitzende, Marie-Christine Reinert als Schriftführerin und Hans-Albert Ludolph als Finanzbeauftragter. Als BeisitzerInnen gewählt wurden Målin Stock, Elvan Tekindor-Freyjer, Franc Pfahl und Manuel Wittenberg. 




 Unsere Mailingliste

Unter der Adresse weende(at)spd-goettingen.de steht eine Mailingliste zur Kommunikation unter den Ortsvereinsmitgliedern zur Verfügung. Eine Aufnahme in die Liste sowie in weitere Mailinglisten des SPD-Stadtverbands kann über das entsprechende Formular beantragt werden. 

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