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Frank Fahlbusch 60 Jahre SPD-Mitglied
Frank Fahlbusch 60 Jahre SPD-Mitglied

Auf der Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins Weende im Dezember 2007 wurde Frank Fahlbusch für 60 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Die Laudatio hielt unsere Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta:

Wir ehren Frank Fahlbusch heute für 60 Jahre Mitgliedschaft in der SPD.  Es ist mir eine große Ehre lieber Frank , dir heute die Urkunde überreichen zu dürfen.
Die Älteren unter uns kennen dich eigentlich alle und auch dein Lebenswerk. Doch für die Jüngeren möchte ich einige Worte über dich sagen.
Frank Fahlbusch ist am 12. Februar 1927 in Weende geboren. Bereits im Alter von 20 Jahren trat Frank in die SPD ein, die sich damals nach dem Kriege im Wiederaufbau befand. Der demokratische Neubeginn war nicht leicht. Göttingen war zwar nicht so zerstört wie die großen Städte Hannover, Braunschweig oder Osnabrück. Doch tausende von Flüchtlingen strömten in die Stadt. Es fehlte an allem, an Essen, an Wohnungen, an Heizmaterial.
Eine Zeitung schrieb damals:  
„Wir sehen uns der tödlichen Erkenntnis gegenüber: Nicht Parteien oder Gewerkschaften bestimmen unser Leben, sondern einfach der Hunger, nichts als Hunger“.
Dennoch machten sich Demokraten ans Werk. Einer von Ihnen war Frank Fahlbusch.
1956 wurde Frank das erste Mal in den Rat der selbstständigen gemeinde Weende gewählt, die damals etwa 6.000 Mitglieder zählte. Frank arbeitete vor allem im Finanz-, im Bau- und im Sportausschuss. Das waren damals wie heute wichtige Ausschüsse, galt es doch die Infrastruktur der Gemeinde voranzubringen Der Kanalbau, die Wasserversorgung, der Strassenbau – alles Aufgaben, die in dieser Zeit die Gemeinden zu bewältigen hatten.
Einschneidendes Datum in dieser Zeit war der 4. Juli 1964, der Tag der Eingliederung der Gemeinde Weende in die Stadt Göttingen. Am 27.08. 1964 wurde Frank Fahlbusch erstmals zum Weender Ortsbürgermeister gewählt, dies blieb er 30 Jahre lang bis er nach überaus erfolgreicher Amtstätigkeit dieses Amt und sein Ortsratsmandat am 13. April 1994 zur Verfügung stellte.
In den Jahren 1964 bis 1981 gehörte Frank Fahlbusch ebenfalls dem Rat der Stadt Göttingen an.
Hervorzuheben ist sein Engagement im Bauausschuss, dessen Vorsitz Frank 12 Jahre lang inne hatte. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil in diese Zeit wichtige Entscheidungen für Weende fielen: der Neubau des Universitätsgebietes mit Robert-Kochstr., Auflösung des Klosterguts und Öffnung des Klosterparks als Naherholungsgebiet mit Altenheim, Entwicklung des Gewerbe- und Industriegebietes Am Lutteranger, Jugendzentrum und Planung der Neubaugebiete Weende Nord und Stumpfe Eiche. Diese Entscheidungen prägen Weende bis heute.
Im Oktober 1981 verzichtete Frank Fahlbusch wegen zu hoher beruflicher Belastung auf eine weitere Kandidatur für den Stadtrat und widmete sich ausschließlich der Arbeit im Ortsrat.
Sehr erfolgreich, wie wir wissen: denn in der Zeit nach 1981 folgten weitere Wegmarken für Weende, ihr kennt sie alle: Bau der Waldorfschule, der Schule am Tannenberg, Um- und Anbau der Weender Festhalle und nicht zuletzt die Planung für den späteren Bau der  neuen B3.
Überall in Weende hat Frank Fahlbusch seine Spuren als Kommunalpolitiker hinterlassen. Er hat miterlebt und mitgestaltet, wie sich Weende vom Arbeiterdorf der Nachkriegszeit zum dynamischen Universitätsstandort mit hohen Anteilen studentischer Bevölkerung wandelte.
Frank Fahlbusch hat nicht nur durch sein kommunalpolitisches Engagement mit dazu beigetragen, dass  die SPD Mehrheiten errang,  er hat auch die SPD nach innen geprägt: Er war viele Jahrzehnte Delegierter im Ortsverein bzw. Stadtverband Göttingen und hier, lieber Frank habe auch ich dich kennen gelernt, damals noch stürmische Jungsozialistin. Legendär ist der von dir durchgesetzte Beschluss, dass nach 23 Uhr keine Beschlüsse mehr gefasst werden durften, denn anders als viele Jusos musstest du morgens früh aufstehen und zur Arbeit gehen. Dieser Beschluss hat bis heute Bestand.
Natürlich wäre viel zu sagen über die grossen Schlachten in der Göttinger SPD während deiner mehr als 60 jährigen Mitgliedschaft. Doch das sollten wir gleich bei Wein und Keksen tun.
Ich glaube, lieber Frank, für alle in der Göttinger SPD sagen zu dürfen:
Wir verneigen uns in tiefem Respekt vor deiner Lebensleistung.




Frank Fahlbusch, MdL Gabriele Andretta und der Ortsvereinsvorsitzende Horst Reinert

























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